Kategorie: Allgemein

↗️ Heizölpreise steigen in Hamburg am 08.07.2019 um ca. € +0,69 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Montag um ca. € +0,69 pro 100 Liter gestiegen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl EL (extra leicht + schwefelarm) in Hamburg (PLZ 21107 – Tanklagergebiet) kostet heute EUR 67,23 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 2.017,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus.* (Jahresdurchschnittspreise Heizöl: Ø-2019: € 68,86 / Ø-2018: € 70,35 / Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20).

Heizölpreis für Hamburg-Wilhelmsburg (21107) bei Abnahme von 3.000 Ltr. Premium Heizöl
Datum ∅-Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
08.07.19 67,23 € pro 100 Ltr. 2.017,- € für 3.000 Ltr. ↗️ +0,69 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) notierte am Freitag in der vergangenen Handelswoche nahezu unverändert oberhalb der Marke von 57 US-Dollar. Zum Wochenende verbuchte der Ölpreis nur ein kleines Plus in Höhe von +0,17 US-Dollar je Barrel. Am heutigen Montag notiert der Ölpreis etwas fester und weiter über der Marke von insgesamt 57 US-Dollar. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 57,83 US-Dollar. Das waren +0,32 US-Dollar je Barrel mehr als am Freitagabend (Schlusskurs: 57,51 US-Dollar) in New York.

Bullishe (preistreibende) Faktoren führen zu steigenden Heizölpreisen
+ Britisches Militär stoppt iranischen Öltanker auf dem Weg nach Syrien
+ Iran verstößt gegen Atomabkommen
+ China und USA starten Handelsgespräche neu
+ USA haben Sanktionen gegen den Iran verschärft

Bearishe (preisdrückende) Faktoren führen zu fallenden Heizölpreisen
– Saudi Aramco senkt Ölpreise für Europa
– US-Ölproduktion und Lagerbestände angestiegen
– Venezuela kann Ölexporte überraschend steigern
– Analysten: Marktlage dürfte auch 2020 schwach bleiben
– Kasachstan steigert Ölförderung am Kashagan Ölfeld
– USA und China belegen sich gegenseitig mit hohen Strafzöllen

Marktlage
Die Risikoprämie für die angespannte Lage im Nahen Osten bleibt weiter hoch. Versicherungsprämien für Tanker sind deutlich angestiegen und auch die Reedereien schicken ihre Schiffe weniger häufig und nur mit deutlichen Preisaufschlägen in die Region. Die Festsetzung eines iranischen Tankers in Gibraltar, durch britische Spezialeinheiten am Freitag, hat nicht gerade zur Entspannung der Lage beigetragen. Mohsen Rezaei, vom iranischen Schlichtungsrat, der auch den geistlichen Führer Ali Khamenei berät, hat vorgeschlagen, dass der Iran nun auch einen britischen Tanker beschlagnahmen soll, würde das iranische Schiff nicht frei kommen. Während die Briten und Gibraltar dem Iran vorwerfen mit dem Schiff Rohöl nach Syrien zu transportieren und damit gegen Sanktionen zu verstoßen, gibt der Iran an, dass das Schiff in internationalen Gewässern gewesen sei und die Aktion Piraterie sei. Die Führung des Iran wehrt sich gegen die verhängten Sanktionen und Einschränkungen gegen das Land. Der Iran hatte bereits begonnen mehr angereichertes Uran einzulagern, als man unter dem Atomabkommen 2015 vereinbart hatte. Am Wochenende beschloss die Führung in Teheran nun auch den Anreicherungsgrad von 3,67% zu überschreiten. Und binnen 60 Tagen würden weitere Überschreitungen der vereinbarten Grenzen aus dem Abkommen von 2015 folgen, die die iranische Regierung allerdings nicht näher benannte. Frankreichs Präsident, Emmanuel Macron, hat unterdessen den diplomatischen Faden wieder aufgenommen und für Mitte Juli eine Rückkehr zu Atomverhandlungen angekündigt.

Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen 2019
03.07.19 – Die Analysten bei Morgan Stanley haben nach der jüngsten Entscheidung der OPEC+ sofort reagiert und ihre langfristige Ölpreisprognose für die Ölsorte Brent von 65 auf 60 US-Dollar herabgesetzt, auch wenn der Markt für 2019 aktuell als ausbalanciert angesehen werden kann. Bei der Rabobank hingegen sieht man die Möglichkeit, dass ein knapper werdender Markt zum Jahresende hin stützen könnte. Die Ölbestände sollten deutlich fallen, während die Raffinerieauslastung in Vorbereitung der Umstellung beim Schiffsdiesel Anfang 2020 zulegen wird, so Ryan Fitzmaurice, von der Rabobank.

01.07.19 – Dem Analysten Damien Courvalin von Goldman Sachs zufolge könnte die am 01.07.19 beschlossene Verlängerung der Produktionskürzung der OPEC+ dazu führen, dass die Bank ihre Ölpreisprognose für 2020 von derzeit 60 US-Dollar pro Barrel für die Ölsorte Brent senkt. Zwar könnte die Maßnahme der Organisation zunächst dazu führen, dass der Brent-Preis die Prognosen der Bank für den Rest des Jahres übersteigt. Diese liegen derzeit für das dritte Quartal bei 65,50 US-Dollar pro Barrel und für das vierte Quartal bei 62 US-Dollar pro Barrel. Der stützende Effekt der OPEC-Entscheidung werde sich laut Courvalin jedoch als „vorübergehend“ erweisen, da die Produktionskürzungen andere Produzenten dazu bewegen werde, mehr Öl zu fördern. Daher könnte die Preisprognose von Goldman Sachs für das kommende Jahr mit 60 US-Dollar pro Barrel zu hoch gegriffen sein.

Der Paradiesvogel fliegt nicht mehr

Sie wollten Paradiesvögeln, Partyabstürzen, Musikmachern, Exzentrikern und Talenten eine Plattform bieten – nun ist Schluss: Diese Woche wird der Szene-Blog „Elektrischer Garten“ eingestellt. Die Macher August und Tina sind einst mit großen Plänen und viel Elan gestartet. Jetzt geben sie auf, weil sie von den Münchnern enttäuscht sind.

„Ich war in München – war schön da.“ Dieser Satz schmückt im Juni den Banner der Facebook-Seite „Things Berliner don’t say“. Dinge, die Berliner nicht sagen würden. Kurze Zeit später teilen die Autoren des Münchner Blogs „Elektrischer Garten“ das Bild auf ihrer Facebook-Seite mit mehr als 3400 Fans und ersten Kommentare wie: „Find ich gut – die sollen ruhig alle bei sich bleiben! Mehr München für die Münchner.“ Oder: „Ich finde es okay. Kenne auch keinen Münchner, der Berlin schön findet.“ Den Gründern des Elektrischen Gartens, die unter den Decknamen August und Tina aktiv sind, haben diese Kommentare die letzte Lust am Bloggen genommen. Diese Woche werden sie ihre Internetseite beenden.

Seit 2012 veröffentlichen sie auf e-garten.tumblr.com Fotos aus dem Münchner Nachtleben, Musik und Veranstaltungstipps und stellen unter der Rubrik „People that should be famous“ in ihren Augen talentierte Münchner vor. Mit ihren Inhalten und Partys im Yip Yab – zu denen sie mit einschlägigen Mottos wie „München ist genauso spießig wie sein Ruf“, „Muschi Obermaier“ oder „Moos hamma“ einladen – haben sie sich in kurzer Zeit einen Namen in der bayerischen Landeshauptstadt gemacht. Am 19. Juli ist aber Schluss. Mit den Partys und dem Blog. August und Tina wollen nicht mehr weitermachen.

„Es geht uns nicht darum zu behaupten, München sei besser als alle anderen Städte! Mit unserem Konzept wollten wir zeigen, dass München cooler ist als viele Leute annehmen. Mehr nicht“, erklärt August und fügt hinzu: „Wir hatten eine Sehnsucht danach, dass unsere Stadt nicht immer als der spießige Verwandte von Berlin dargestellt wird. Wir wollten zeigen, dass wir hier eine eigene Identität haben. Mit eigener Sprache, eigenen Modegetränken und eigenem Musikgeschmack. Aber viele Kommentare unserer Leser zeigen uns deutlich, dass unser Blogkonzept nicht aufgeht.“

Hinter August und Tina stecken zwei junge Münchner, die sich gerne mit ihrer Heimat identifizieren, nicht aber mit übersteigertem Heimatstolz. Ihr Blog spielt mit Münchner Klischees. Die Kunstfiguren August und Tina stellen einen Querschnitt der Münchner zwischen 18 und 30 Jahren dar, zu deren Gewohnheiten es gehört, Augustiner zu trinken, in Biergärten zu gehen, an der Isar abzuhängen und im Nachtleben unterwegs zu sein.

Wir wollten wissen, wie schnell ein Blog wachsen kann“, sagt August. Aufgrund des Massenanspruchs haben sie von Anfang an beschlossen, anonym zu bleiben, sich selbst als Person zurückzuhalten. Die Anonymität vereinfacht aber auch das Beobachten und Beurteilen, aus einer sicheren, schwer anfechtbaren Entfernung. „Wir haben das gemacht, was wir von unserer Stadt lesen wollten“, stellt August klar. „Wir mögen alle Leute, die wir auf unserem Blog gefeatured und fotografiert haben nach wie vor. Das sind alles Menschen, die uns sehr am Herzen liegen, weil sie aus der Masse herausstechen“, bekräftigt August.

Die beiden Gründer haben sich während der Arbeit am Blog ineinander verliebt und sind ein Paar geworden. Ein Grund mehr, warum die Partys und der Blog so langsam in den Hintergrund geraten. „Unsere Businesstreffen, in denen wir uns darüber Gedanken machen, was wir im Blog bringen, die Party planen, Visuals, Flyer und Promo diskutieren, nehmen uns viel private Zeit. Es ist für uns beide schwierig geworden, unsere beruflichen und privaten Ziele mit dem Blog im Gleichgewicht zu halten“, sagt August. „Mit dem Blog wollen wir aufhören, bevor er von selbst einschläft, und mit den Partys, bevor uns die Mottos ausgehen.“

Der Elektrische Garten war ein schöner bayerischer Paradiesvogeltraum. Aber so richtig in ein Klischee wollen junge Münchner dann wohl doch nicht passen. Und vielleicht werden manche von ihnen auch noch den Enkelkindern erzählen: „Ich war auf dem Elektrischen Garten – war schön da.“

Flüchtlinge oft mit niedrigem Bildungsstand

Diese Schlagzeile überraschte: Flüchtlinge, die nach Europa kommen, seien besser qualifiziert als bislang vermutet. Die Zahlen dazu stammten allerdings aus Österreich. Da stellt sich die Frage: Wie sieht es in Deutschland aus? Ist das Qualifikationsniveau der hierzulande angekommenen Flüchtlinge ähnlich hoch?

Von Renate Bölingen und Matthias Götte

Ein Arbeiter im Blaumann demonstriert zwei schwarzen Auszubildenden in einer Werkhalle einen Arbeitschritt. (dpa/picture alliance/Sven Hoppe)
Flüchtlinge werden in einem Betrieb in Bayern ausgebildet. (dpa/picture alliance/Sven Hoppe)

So sah es in unserem Nachbarland aus: Die Zahlen stammen vom „Arbeitsmarktservice Österreich“, dem Gegenstück zur deutschen Bundesagentur für Arbeit. Demnach besaßen 67 Prozent der befragten Flüchtlinge eine abgeschlossene Berufsausbildung, einen Schulabschluss oder gar ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Bei den Flüchtlingen aus dem Irak waren es 73 Prozent, bei jenen aus dem Iran sogar 90 Prozent.

Bemerkenswert: Bei den weiblichen befragten Asylberechtigten waren die Prozentzahlen sogar noch höher. Schlecht schnitten dagegen Flüchtlinge aus Afghanistan ab: Nur 26 Prozent von ihnen hatten eine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung. 30 Prozent waren überhaupt nicht in der Schule. Dies liegt vermutlich daran, dass dort der Schulbesuch teilweise verboten war.

In Deutschland gibt es nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums keine repräsentativen Daten zur Qualifikationsstruktur. Zur Begründung erklärt das Ministerium: „Der Bildungsstand und die berufliche Qualifikation wurden bei Ankunft der Flüchtlinge bislang nicht erfasst, weil diese Angaben für das sich anschließende Asylverfahren nicht relevant sind.“

Der Flüchtling im weißen Hemd beugt sich über einen Tisch, an dem eine Betreuerin sitzt. (Deutschlandradio, Franziska Rattei)Ein Flüchtling wird im Ausbildungsbetrieb „Werkstatt Bremen“ unterrichtet. (Deutschlandradio, Franziska Rattei)

Erste Anhaltspunkte über die Situation in Deutschland gibt allerdings eine Studie, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in diesem Januar herausgab. Dazu wurden 2014 rund 2.800 Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge unter anderem aus Afghanistan, Irak und Syrien über ihre Lebenssituation befragt. Die Zahlen weichen deutlich von jenen aus Österreich ab: Nur rund 10 Prozent dieser Flüchtlinge haben demnach einen höheren Schulabschluss bzw. ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Und von diesen sind nur wenige in akademischen Berufen tätig. Dazu heißt es in der Studie: „Dies könnte ein Hinweis sein, dass höher qualifizierte Befragte, insbesondere solche mit Studienabschluss, unterhalb ihres Bildungsniveaus beschäftigt sind“. Das entspricht dem oft gezeichneten Bild des in Deutschland taxifahrenden promovierten Wissenschaftlers aus dem Irak.

Das Bundesamt verfügt auch über Zahlen des vergangenen Jahres. Sie beruhen auf freiwilligen Selbstauskünften und sind deshalb trotz hoher Fallzahlen nicht repräsentativ, wie das Bundesamt betont. Demnach haben unter den 2015 befragten Flüchtlingen 13 Prozent eine Hochschule besucht, rund 17 Prozent ein Gymnasium und 30 Prozent eine Haupt- oder Realschule. 24 Prozent der Befragten hatten lediglich eine Grundschule besucht, 8 Prozent gar keine Schule.

Der Auszubildende sitzt im grauen Overall und Schutzbrille einer grünen Maschine an einer Maschine. (Deutschlandradio/Susanne Lettenbauer)Ein auszubildender Flüchtling beim Fahrzeug- und Maschinenhersteller MAN. (Deutschlandradio/Susanne Lettenbauer)

Auch das sind Zahlen, die erheblich von jenen in Österreich abweichen. Das passt zu einer Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung einer Einrichtung der Bundesagentur für Arbeit. Das Institut stellt fest: Es „kann davon ausgegangen werden, dass die berufliche Qualifikation der Flüchtlinge nicht nur deutlich geringer ist als die des Durchschnitts der Deutschen, sondern auch anderer Ausländer oder Migrantengruppen.“ Es bleibe hier bei der Integration einiges zu tun, folgert das Institut: Das künftige Fachkräftepotenzial werde erheblich von Investitionen in Bildung und Ausbildung abhängen. Im Klartext: Soll der Mangel an Fachkräften in Deutschland durch die vielen Flüchtlinge gemindert werden – wie es sich ja viele in Wirtschaft und Politik erhoffen – dann bleibt also noch einiges zu tun. 

Für diese Aufgabe sieht sich die deutsche Industrie gewappnet: Der deutsche Industrie- und Handelskammertag verweist auf die duale Ausbildung. „In der DIHK-Lehrstellenbörse sind zurzeit über 41.000 offene Ausbildungsplätze zu finden“, sagte sein Sprecher Thomas Renner dem Deutschlandfunk. Voraussetzung seien allerdings ausreichende Deutschkenntnisse und Ausbildungsreife. Fehle beides, seien Praktika und Einstiegsqualifizierungen ein guter Anfang. 

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